Im Oktober 2023 schloss VMX Visual die Lieferung und Installation eines 18 m² großen VENUS PRO P1.9 LED-Volumens in einem virtuellen Produktionsstudio in Orlando, Florida, ab. Entwickelt für ICVFX-Filmproduktionen, Werbespots und Live-Übertragungen, erforderte diese Installation Spezifikationen, die herkömmliche LED-Displays nicht erfüllen können – und technische Lösungen, die weit über Standardkomponenten hinausgehen.
Virtuelle Produktions-LED-Volumen haben grundlegend andere Anforderungen als herkömmliche kommerzielle Displays. Die Kamera – nicht das menschliche Auge – ist der primäre Betrachter, und Kinokameras mit Hochgeschwindigkeitsverschluss sind weitaus empfindlicher für die Displayleistung als jedes Live-Publikum. Jede Spezifikationsentscheidung für diese Installation in Orlando wurde mit der ICVFX-Filmqualität als Hauptkriterium getroffen.
VMX Visual lieferte die VENUS PRO Serie P1.9 in einer 6m × 3m Konfiguration, die eine aktive Anzeigefläche von 18m² abdeckt. Die VENUS PRO wurde aufgrund von vier entscheidenden technischen Vorteilen gegenüber Standard-Fine-Pitch-Panels ausgewählt: kundenspezifisches LED-Chip-Design für hohen Kontrast, Underfill-Verkapselungstechnologie für verbesserte Schwarzwerte, Brompton R2-Steuerkartenintegration für extrem niedrige Latenz und eine Farbspezifikation, die DCI-P3 98% für eine kinogerechte Reproduktion übertrifft.
Das Kontrastverhältnis war die erste technische Priorität. Standard-LED-Displays erreichen Kontrastverhältnisse von 3.000:1 bis 6.000:1 – unzureichend für die virtuelle Produktion, wo selbst mäßiges Umgebungslicht der LED-Wand überzeugend in der Kamera ohne Ausbrennen oder Überbelichtung dargestellt werden muss. Die VENUS PRO verwendet speziell entwickelte LED-Chips mit vergrößerter Chipfläche in Kombination mit der Underfill-Verkapselungstechnologie, wodurch ein Kontrastverhältnis von über 10.000:1 erreicht wird. Diese Kombination maximiert die Schwarztiefe des Bildschirms und erhöht gleichzeitig die Spitzenhelligkeit des Weiß.
Die Bildwiederholrate und Latenz wurden durch die Brompton Tessera R2 Steuerkarte – die neueste Generation zum Zeitpunkt dieser Installation – adressiert. Die R2-Karte liefert eine Bildwiederholrate von 7.680 Hz mit deutlich reduzierter Frame-Latenz im Vergleich zu früheren Generationen von Karten, wodurch Rolling-Shutter-Artefakte und zeitliche Verzögerungen eliminiert werden, die die ICVFX-Compositing-Qualität beeinträchtigen. Eine geringe Latenz ist entscheidend für die trackingbasierte virtuelle Produktion: Wenn das Bild der LED-Wand im Verhältnis zur Kamerabewegung zu langsam aktualisiert wird, zerstört die Perspektivverschiebung zwischen der realen und der virtuellen Umgebung die Illusion in der Kamera.
Die Farbgenauigkeit wurde mit einer DCI-P3-Abdeckung von 98%+ spezifiziert, um sicherzustellen, dass der Inhalt der LED-Wand dem im Kino-Postproduktion verwendeten Farbraum entspricht. Die Gleichmäßigkeit der Farbtemperatur und eine geringe Farbverschiebung über die gesamte Anzeigefläche werden durch werksseitige Kalibrierung und Bromptons Pixel-für-Pixel-Verarbeitungsfunktion gewährleistet.
"Gute Qualität mit erstaunlichen ICVFX."
Virtual Production Studio — Orlando, Florida, USA
| Spezifikation | Detail |
|---|---|
| Modell | VENUS PRO Serie — VN-191 PRO |
| Pixelabstand | 1,9 mm |
| Display-Konfiguration | 6.000 × 3.000 mm (6m × 3m) |
| Gesamtanzeigefläche | 18 m² |
| Spitzenhelligkeit | 1.700 Nits |
| Kontrastverhältnis | > 10.000:1 (kundenspezifische LED + Underfill-Technologie) |
| Bildwiederholrate | 7.680 Hz |
| Graustufen | 16-Bit |
| Farbumfang | DCI-P3 > 98% |
| Steuerungssystem | Brompton Tessera R2 |
| IP-Klassifizierung (V/H) | IP42 / IP42 |
| LED-Technologie | Kundenspezifische, vergrößerte LED-Chips mit Underfill-Verkapselung |
| Anwendung | ICVFX-Filmproduktion, Werbespots, Live-Übertragungen |
| Installationsort | Orlando, Florida, USA |
| Fertigstellungsdatum | Oktober 2023 |
| Garantie | 2 Jahre Produktgarantie (USA lokal), 5 Jahre Wartungssupport |
- ▸Kino-taugliche ICVFX-Leistung in der Kamera bestätigt — Der Kunde bestätigte "erstaunliche ICVFX"-Qualität beim ersten Live-Produktionseinsatz. Die Bildwiederholfrequenz von 7.680 Hz und die Brompton R2-Latenzleistung eliminierten alle Rolling-Shutter-Artefakte bei allen im Studio getesteten Kamerakonfigurationen.

- ▸Kontrastverhältnis von 10.000:1 ermöglicht überzeugende Umgebungsreproduktion — Tiefe Schwarztöne und helle Glanzlichter werden gleichzeitig auf der LED-Wand wiedergegeben, wodurch Kameras das Motiv belichten können, ohne dass der Hintergrund ausbrennt oder absäuft – eine entscheidende Anforderung für das ICVFX-Compositing.
- ▸Vielseitigkeit für mehrere Anwendungen in allen drei Produktionstypen — Das Studio kann erfolgreich für Filmproduktionen, Werbespots und Live-Übertragungen mit einer einzigen LED-Volume-Installation eingesetzt werden, wodurch die Auslastung und der ROI für den Kunden maximiert werden.
- ▸5 Jahre Wartungsabdeckung auf dem US-Markt — Lokale Garantie und Wartungsunterstützung eliminieren die logistische Herausforderung grenzüberschreitender Garantieansprüche und geben dem Studio operatives Vertrauen für die langfristige Produktionsplanung.
Das ist die Frage, die die meisten Erstkäufer von XR-Studios stellen. Ein Standard-LED-Display mit feinem Pixelabstand mag für ein Live-Publikum optisch beeindruckend aussehen – aber wenn eine Kinokamera mit einem Hochgeschwindigkeitsverschluss es aufnimmt, werden die Einschränkungen sofort deutlich. Die virtuelle Produktion stellt sechs Anforderungen, die Standard-Commercial-Displays nicht erfüllen können:
- ▸Kontrastverhältnis über 10.000:1 — Standard-LED-Displays erreichen 3.000:1 bis 6.000:1. Bei diesen Verhältnissen erscheinen dunkle Bereiche des Hintergrunds in der Kamera eher grau als schwarz – ein sofort sichtbarer Compositing-Fehler. Die virtuelle Produktion erfordert 10.000:1 oder höher, um überzeugende tiefe Schwarztöne ohne Gamma-Korrektur-Artefakte zu erzeugen.
- ▸Helligkeit über 1.500 Nits — Kinokameras belichten das Motiv, nicht den Hintergrund. Ist die LED-Wand nicht hell genug, wird der Hintergrund unterbelichtet und verliert Details, wenn die Kamerablende geöffnet wird, um das Motiv korrekt zu belichten. 1.500 Nits ist das praktische Minimum für die virtuelle Indoor-Produktion; 1.700 Nits, wie in dieser Installation spezifiziert, bieten zusätzlichen Spielraum.

- ▸Bildwiederholrate über 7.680 Hz — Kinokameras, insbesondere solche, die mit hohen Bildraten oder variablen Verschlusszeiten aufnehmen, sind sehr anfällig für LED-Bildwiederholraten-Artefakte. Unter 7.680 Hz erscheinen Rolling-Shutter-Bänder in schnell bewegten Inhalten oder wenn die Kamera schnell schwenkt. Diese Artefakte können in der Postproduktion nicht entfernt werden.
- ▸Graustufen von mindestens 16 Bit — Inhalte der virtuellen Produktion umfassen subtile Lichtverläufe, atmosphärische Effekte und HDR-Himmelsumgebungen, die eine hohe Graustufenpräzision erfordern, um genau wiedergegeben zu werden. 16-Bit-Graustufen bieten 65.536 Helligkeitsstufen. Standardmäßige 12-Bit- oder niedrigere Displays zeigen sichtbare Banding-Effekte in Verläufen – sofort erkennbar in weiten, offenen Himmelsumgebungen, die häufig als virtuelle Hintergründe verwendet werden.
-
▸DCI-P3 98%+ Farbumfang — Die Kino-Postproduktion arbeitet im DCI-P3-Farbraum. Eine LED-Wand, die diesen Farbumfang nicht abdecken kann, reproduziert Farben in der Kamera, die von der endgültigen Graduierung abweichen – was zu einer Diskrepanz zwischen In-Camera-VFX-Elementen und Postproduktions-Compositing führt, die eine kostspielige Farbkorrektur erfordert.
- ▸Gleichmäßige Weißbalance und geringe Farbverschiebung — Eine ungleichmäßige Weißbalance auf der LED-Oberfläche erzeugt eine ungleichmäßige Beleuchtung des Motivs und einen inkonsistenten Farbstich in verschiedenen Bereichen des Bildes. Eine geringe Farbverschiebung stellt sicher, dass Weißtöne über den gesamten Helligkeitsbereich neutral bleiben – entscheidend für die Hauttonwiedergabe bei Nahaufnahmen.
Dieses Projekt erforderte technische Lösungen in den Bereichen Optik, Elektronik und Logistik. Nachfolgend finden Sie eine vollständige Darstellung der wichtigsten Herausforderungen und deren Bewältigung.
Unser technisches Team ist spezialisiert auf die Spezifikation von LED-Volumen für ICVFX, kommerzielle Produktionen und Live-Übertragungen. Wir beraten Sie zu Pixelabstand, Kontrast, Bildwiederholfrequenz, Steuerungssystemauswahl und Brompton-Integration für Ihre spezifischen Kamera- und Produktionsanforderungen.
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